Entschleunigung in der City: Neue Muße.
Titelfoto ©Vlada Shcholkina
“Mit so einfachen Mitteln. Wie viel man da machen kann. Das ist schön.” Teilnehmerein des Workshops Neue Muße – Staunen
Neue Muße – Nix, Staunen, Verweilen: So hießen die drei ganz verschieden experimentellen Workshops von Judith Ritter-Davis und Paula Schulenburg, die im Rahmen der “Langen Bank” des Deutschen Architekturmuseums am Paulsplatz in Frankfurt am Main 2025 umgesetzt wurden.
Was ist Muße überhaupt?
Muße beschreibt den Zustand, die Zeit zu haben und sich Raum zu nehmen, um den eigenen Wünschen und Interessen nachzugehen.
Zustände der Muße stärken psychische und körperliche Gesundheit, da sie Stressabbau begünstigen und neue Energie schenken. Sie fördert Selbstwirksamkeit und Gestaltungskraft, aus Ruhe können neue kreative Impulse entstehen.
Reaktionen & Resonanz
Es gab viel positive Resonanz – auch von Menschen, die nicht teilnehmen konnten, aber zum Beispiel Fotos von Federn oder Steinen schickten. Die Reihe Neue Muße brachte Gespräche über Entspannung und langsameres Erleben im Stadtraum in Bewegung und erweckte daher weit über das eigentliche Angebot hinaus inspirierende Energie.
Erstaunlicherweise ergab sich mit minimalen Mitteln eine neue Aneignung der Stadt, begrenzt natürlich auf den Paulsplatz: die Teilnehmenden erlebten eine erquickende, spielerische und freiheitliche Atmosphäre, die als ungewohnt und neuartig wahrgenommen wurde – befreit vom sonst oft spürbaren städtischen „Schutzpanzer“.
Glossar: Entschleunigung
Entschleunigt bedeutet, bewusst langsamer zu werden, Hektik zu reduzieren und dem Leben mehr Qualität durch Ruhe zu verleihen.
Testlauf
Die Neue Muße Workshops in 2025 stellten gleichzeitig einen Testlauf für Swarming Senses in 2026 dar. Auch wenn wir in letzterem viel vielfältiger unterwegs sind, kamen ähnliche Prinzipien zur Wirkung.
Ein Stück Wolle, eine Feder und Wind mit Paula Schulenburg