Action: Tanzimprovisation im Niddapark – JUL

Mit Silke Hänsch

Niddapark – Zwischen Natur, Architektur, Stadt und Begegnung

An einem sonnigen Samstag erkundeten wir den weitläufigen Niddapark als offenen Erfahrungs- und Bewegungsraum. Zwischen großen Wiesen, schattigen Baumgruppen und den steinernen Stelen, die als architektonische Markierungen besondere Blickachsen öffnen — in unserem Fall den Blick zum Altkönig — näherten wir uns dem Ort mit Aufmerksamkeit und Neugier.

Die Ausrufezeichen

Die Stelen wirkten wie skulpturale Ausrufezeichen im Park. Sie gliederten Randbereiche, markierten Ruheplätze und wurden für uns zu Orientierungspunkten in einer Landschaft, in der Natur und Architektur in eine stille Spannung traten. Diese Spannung inspirierte unsere Arbeit: Wir nutzten den Ort nicht nur als Kulisse, sondern begannen, ihn als Bühne wahrzunehmen und mitzugestalten.

We kehr!

Bevor wir in die Bewegung gingen, richteten wir unseren Platz her. Wir entfernten Unkraut, kehrten den Boden und schufen uns dadurch einen gemeinsamen Raum. Schon dieses einfache Tun veränderte unsere Beziehung zum Ort: Aus einem vorhandenen Platz wurde ein von uns vorbereiteter, gewidmeter Raum.

Aus verschiedenen Übungen und Anleitungen heraus entstand nach und nach eine Tanzimprovisation. Die Teilnehmenden ließen sich auf den Ort, die Weite, die Schatten, die Blickachsen und die Gruppe ein. Dabei entstanden Momente intensiver Verbindung: mit dem eigenen Körper, mit den anderen, mit der Stadt und mit der besonderen Atmosphäre dieses Parks.

Intensiver, lebendiger Resonanzraum

Am Ende blieb die Erfahrung, dass ein öffentlicher Raum durch gemeinsame Wahrnehmung und Bewegung anders lesbar werden kann. Der Niddapark wurde für uns zu einem lebendigen Resonanzraum — zwischen Natur, Architektur, Stadt und Begegnung.

© Fotos von Silke Hänsch und Teilnehmer*innen

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